Kinderherzen retten e. V.

Weltweite Hilfe für herzkranke Kinder

Weltweite Hilfe für herzkranke Kinder wird seit 15 Jahren von Freiburg aus gesteuert/Gründer ist Professor Friedhelm Beyersdorf/Förderverein „Kinderherzen retten e.V.“ ist auf Spenden angewiesen/Bereits mehr als 220 erfolgreiche Operationen

Freiburg. Ein Prozent aller neuen Erdenbürger haben einen angeborenen Herzfehler. „Wir könnten sehr viel mehr Kinder operieren, die Anfrage ist enorm, aber es hängt vom Spendenaufkommen ab“, erklärt Professor Dr. Friedhelm Beyersdorf, Ärztlicher Direktor der Herz- und Gefäßchirurgie der Universitätsklinik Freiburg und Gründer des Projektes „Kinderherzen retten“.

In Ländern wie El Salvador, Laos oder dem Irak sterben viele Kinder mit Herzfehlern, weil sie nicht operiert werden. Der Förderverein „Kinderherzen retten e.V.“  unter Schirmherrschaft von Europa-Park-Chef Roland Mack hilft ganz konkret: Von den Spendengeldern werden in der Universitätsklinik Freiburg Operationen für herzkranke Kinder aus aller Welt umgesetzt.  Eine Behandlung verursacht mit Flug, Betreuung und Verbrauchsmaterial schnell fünfstellige Eurobeträge.

Zweijährige Sarah nach der OP

„Alle 220 Operationen seit unserer Gründung vor genau 15 Jahren verliefen erfolgreich“, berichtet Beyersdorf erfreut. Die Kooperationen mit den jeweiligen Ärzten vor Ort sind sehr eng und beruhen häufig auf persönlichen Kontakten. So werden falsche Diagnosen verhindert. Bei allen Kindern, die nach Freiburg kommen, ist das Ziel durch eine einmalige Operation zu helfen.

Die fünfjährige Erika Menjivar aus El Salvador litt an „Fallot’scher Tetralogie“, einem schweren Herzfehler mit großem Loch zwischen beiden Herzkammern und zu geringem Blutfluss in die Lunge. Zwei Wochen blieb sie im Krankenhaus, danach verbrachte Erika mit ihrem Vater weitere zwei Wochen bei einer spanisch sprechenden Gastfamilie in Freiburg, bevor sie vollkommen genesen und munter nach Hause flog. Zeitgleich kam ebenfalls aus El Salvador der gerade mal sieben Monate alte Jonathan Brenes Barahona. Die Korrektur seines Herzfehlers musste unbedingt im ersten Lebensjahr erfolgen, sonst wäre er daran gestorben.

Es entstehen ganz besondere Verbindungen zwischen den Spendenkindern, deren Eltern und den  Ärzten in Freiburg. "Für diese Familie sind wir oft die letzte Hoffnung“, betont Professor Beyersdorf.

Welche Kinder werden in naher Zukunft behandelt?  Am 11. Dezember ist der kleine Moamin aus dem Irak (3/4 Jahr alt) mit einem Ventrikelseptumdefekt (Loch in der Herzscheidewand) angekommen. Für das kleine Mädchen Fatima aus Tadschikistan ist für Januar oder Februar ein Operationstermin geplant. Sie wird von ihrem russisch sprechenden Vater begleitet werden. Hier sucht der Förderverein noch Unterbringungsmöglichkeiten. Professor Beyersdorf: "Für Alejandro aus Venezuela kann ebenfalls eine Behandlung angeboten werden, aber zur Zeit ist es für arme Familien in Venezuela einfach nicht möglich Termine in der Botschaft, einen Pass oder ein Visum zu bekommen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir auch dabei helfen können."

Wie läuft solch eine Hilfsaktion konkret ab? Die Anfragen erfolgen meist über das Internet und gemeinsam beurteilen die Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen des Herzzentrums mit den Ärzten vor Ort die Befunde und entscheiden, ob das Kind für eine Operation in Freiburg in Frage kommt. Ein wichtiges Kriterium dabei ist, den kleinen Patienten mit einer einmaligen Operation, ohne weitere Nachbehandlung oder Medikamentenpflicht helfen zu können.

Das „Herzkind“ kommt dann mit einem Elternteil nach Freiburg und wird in der Kinderkardiologie untersucht und stationär aufgenommen. Nach der operativen Korrektur des Herzfehlers können die kleinen Patienten meist sieben bis acht Tage später schon in Gastfamilien in Freiburg entlassen werden. In dieser Zeit kommen die Kinder- wenn es der Gesundheitszustand nach der meist sehr anstrengenden Operation zulässt- auch auf Einladung der Familie Mack in den Europa-Park. Nach insgesamt vier Wochen kann meist die Heimreise angetreten werden.

Neben den engagierten Ärzte- und Pflegeteams aus der Kinderherzchirurgie und der Kinderkardiologie hat sich ein fester Betreuer- und Gastfamilienkreis in Freiburg etabliert, der sich um die Kinder und die Familienangehörigen kümmert.

(Im Bild: Professor Friedhelm Beyersdorf)

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Für weitere Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Claudia Lackermaier
Sekretariat Sektion Kinderherzchirurgie
Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
Ärztlicher Direktor: Univ.-Prof. Beyersdorf
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen
Hugstetterstr. 55, D - 79106 Freiburg/Brsg.
Telefon: 0049 761 270-27710
Telefax: 0049 761 270-93320
claudia.lackermaier@universitaets-herzzentrum.de
www.universitaets-herzzentrum.de

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